Die Dinos kommen! Damit meine ich aber nicht die lustigen Latex-Gummi-Gestalten aus den 90ern, sondern die metallisch-blechernen Monstrositäten aus Horizon: Zero Dawn. Am 01. März ist es soweit, dann dürfen EU-Spieler auf Dinosaurierjagd gehen. Ich möchte gerne meinen Ersteindruck über Guerrilla Games neues Werk mit euch teilen, denn wir durften vorab schon einmal in das fertige Build des Spieles hinein schauen und uns in den ersten drei Missionen und in einem etwas fortgeschritteneren Spielstand mit Aloy austoben.

Starten wir mit dem Offensichtlichsten. Das Spiel sieht wirklich atemberaubend schön aus. Auf der PS4 Pro, dank den saftigeren Farben und der höheren Auflösung, natürlich einen Tick besser. Aber keine Sorge, die normale PlayStation 4-Variante braucht sich wirklich nicht verstecken, denn auch hier wird die mit Pflanzen überdeckte, postapokalyptische Welt wunderbar in Szene gesetzt. Zur Geschichte lässt sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht sehr viel sagen. Unsere Protagonistin ist in ihrem Stamm als Außenseiterin gebrandmarkt, da sie keine Mutter hat. Wer unsere Mutter ist und ob sie noch lebt, wird nicht verraten. Ebenso wissen wir nicht, wie die Mecha-Dinos entstanden sind. So lädt die Geschichte und die offene Spielwelt zum heiteren Erkunden ein.

Der Streifzug durch die offene Welt macht nicht nur alleine wegen der schicken Optik Spaß, sondern auch weil Aloy sehr flink unterwegs ist. Über den Boden rutschend, hechtrollend durch das Gebüsch oder an Steinhängen herumkrackselnd: Wie man sich auch fortbewegt es geht alles äußerst flüssig von der Hand. Auch ein mechanisches Reittier kann man sich besorgen, indem man eines der dafür geeigneten Wildtiere „hackt“. Bis jetzt macht Horizon wirklich eine gute Figur. Die Geschichte wird interessant erzählt und bietet hier und da Entscheidungsmöglichkeiten, diese nehmen aber keinen Einfluss auf das Ende des Spiels, dazu jedoch mehr in unserem Interview mit Roland von Guerrilla Games.

Beim Missions-Design wird das Rad nicht neu erfunden, trotzdem war bei den angespielten Aufgaben Abwechslung geboten. Mal untersuchten wir mit unserem „Ohr-Clip-Scanner“, in Batman-Detektiv-Manier, ein verlassenes Lager, um die Spur einer verschollenen Person zu finden. Bei einer anderen Mission infiltrierten wir ein feindliches Camp zusammen mit anderen Stammeskriegern. Aber Vorsicht! Trotz Unterstützung ist behutsames Vorgehen Pflicht, denn Aloy steckt nicht viele Treffer ein, bevor sie ins schön animierte Gras beißt. So gut der erste Eindruck auch war, gab es ein paar Kleinigkeiten, die mir Sorgen bereitet haben.

Es wirkte ein wenig so, als ob auch in diesem Open-World-Game die bekannte Ubisoft-Formel zum Tragen kommt. Hier klettert man zwar nicht auf irgendwelche lahmen Aussichtstürme, sondern auf imposant wirkende Langhalsroboterdinos, um die Aktivitäten und andere Points of Interest auf der Karte markiert zu bekommen, aber im Kern hat man das mittlerweile schon in vielen anderen Spielen mit offener Spielwelt gesehen. Man merkt schon am Anfang, dass man vermutlich sehr viel Zeit mit dem Sammeln von Rohstoffen verbringen wird. Das ist nicht zwangsweise eine schlimme Sache, wenn die Dinge, die man damit herstellt, auch sinnvoll sind. Zum Beispiel möchte ich keine zehn Lederstücke sammeln, nur um eine größere Tasche herstellen zu können, damit ich noch mehr Leder tragen kann. Ich habe aber Hoffnung für dieses Spiel, denn obwohl man dort auch Beutel mit mehr Tragekapazität für Munition und Rohstoffe herstellen kann, besteht zusätzlich noch die Möglichkeit, seine Waffen und Rüstungen mit Elementarschäden/-resistenzen zu modifizieren. Dies verspricht nicht nur mehr Tiefgang im Crafting, sondern auch in den Kämpfen.

Ersteindruck

Es wird sich aber noch zeigen, ob Horizon: Zero Dawn es schafft, sich mit seiner schicken Umgebung und der geheimnisvollen Geschichte vom Open-World-Einheitsbrei abzuheben. Eines ist aber gewiss: Wenn Guerrilla Games neues Machwerk bis zum Schluss so spannend und interessant bleibt, wie am Anfang, steht uns ein Exklusivtitel für die PlayStation 4 ins Haus, welches für mich definitiv ein heißer Anwärter auf den Titel Game of the Year ist.

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Über den Autor

Ron

Ron machte seine ersten Zockererfahrungen vor vielen, vielen Jahren als kleiner Knirps mit dem Commodore 64. Seine Leidenschaft entfachte aber erst der Super Nintendo, zusammen mit Mario.

  • Dabei seit:
  • Okt. 2016
  • Erstes Spiel:
  • Super Mario World
  • Spielt zur Zeit:
  • Child of Light
  • Lieblingsspiel:
  • Zelda: Ocarina of Time / Final Fantasy VII
  • Lieblingsessen:
  • Falafel Döner
  • Lieblingsmusik:
  • Gibt eine Menge, aber mein „all time favourite“ ist The Doors

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