Project Cars 2 – Test (PS4)

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

Schon in den Game-Ankündigungen diesen Jahres und zahlreichen Trailern wurde von der neuen Rennsimulation berichtet. Mit Project Cars 2 erscheint nun der zweite Teil von den Slightly Mad Studios. 2015 startete der erste Teil als Crowdfunding Projekt und begeisterte damals schon durch das realistische Fahrgefühl und mit den flexiblen Karrieremodi. Auf der E3 2017 wurde der zweite Teil angekündigt und erscheint nun endlich am 22.09.17.

Project Cars 2 ist genau wie der Vorgänger eine Rennsimulation die Wert legt auf realistisches Fahrgefühl und Genauigkeit. Das Game ist perfekt für Renn- und Motorsport Nerds. Einsteiger oder Anfänger könnten zunächst etwas erdrückt werden von der Fülle an Einstellungen und Features, was aber dem Spielspaß nicht unbedingt im Weg steht.

Spielmodi

Das Spiel bietet verschiedene Möglichkeiten um ins Rennsport-Erlebnis zu starten. Ganz klassisch lässt sich ein benutzerdefiniertes Einzelrennen starten, man kann Onlinematches austragen oder sich eine eigene Motorsportkarriere im entsprechenden Karrieremodus aufbauen. Karriere machen Anders als vielleicht erwartet, muss man seine Karriere nicht „ganz unten“ beginnen. Je nachdem, welche Events ihr spannend findet, könnt ihr einfach in eine entsprechende Karriere starten. Bei den Voreinstellungen wird ein Karrieremuster angezeigt, bei denen eine Rennserie gewählt werden kann. Lediglich die beiden höchsten Rennränge müssen freigespielt werden.

Genau wie beim Rest des Spiels ist die Auswahl an Voreinstellungen, Automodellen und Teams riesig. Insgesamt gibt es 180 Autos die in die neun Kategorien Rallycross, Indycar, GT, Endurance, Karts, Open Wheeler, Touring Car, Trackday und Road unterteilt sind. Es müssen keine Wagen freigespielt werden, sondern ihr könnt aus dem vollen Sortiment eins auswählen. Außerdem könnt ihr einstellen, wie lang eure Serie gehen soll, wie viele Runden ihr jeweils fahren wollt und wie eure Boxenstopps aussehen. Für jede Einstellung im Spiel gibt es einen Regler, mit dem ihr das Fahrerlebnis auf eure Bedürfnisse anpassen könnt. Kurz vor dem Rennen, lässt der Wagen dann noch individuell tunen.

Wen das zunächst überfordert, kann den sogenannten „Race Engineer“ nutzen. Eine super Neuerung im Vergleich zum ersten Teil für alle, die sich nicht im Detail mit den Einstellungen auskennen. Man beantwortet einige Fragen und der Wagen bzw. der Fahrstil wird individuell angepasst. Der Karrieremodus bietet aber nicht nur die einzelnen Serien, sondern noch zusätzliche Rennen. So könnt ihr im Laufe eurer Karriere Rennen freischalten, wenn sich eine Affinität zu einer bestimmten Fahrzeugmarke herausbilden oder ihr könnt im Verlauf der Karriere zu Rennen eingeladen werden, die unter dem Menüpunkt „Invitational Events“ in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Die Auswahl an Rennen und den entsprechenden Strecken ist genauso groß wie die Möglichkeiten der Individualisierung.

Steuerung

Die Steuerung ist einer der Hauptfaktoren, der das Spiel zu einer der realistischsten Fahrsimulationen macht. Genau wie die Einstellungen zum Rennen, lässt sich die Steuerung individuell anpassen. Dabei könnt ihr mit einem Lenkrad spielen oder ganz klassisch mit dem Controller. Die Tastenbelegung lässt sich komplett frei konfigurieren und ihr habt Einfluss auf Bereiche wie Fahrhilfen, Totzonen und Sensibilität von Lenkung, Bremse, Gas und Kupplung.

Wer besonders viel Wert auf Details legt, kann auch das Schadensmodell aktivieren, sowie die Reifenabnutzung und den Spritverbrauch. Alles kann optional eingestellt werden, nichts muss aktiviert werden. Hier bietet sich besonders viel Potential für Experten der Rennsportspiele. Wie bereits erwähnt, werden Neulinge wahrscheinlich etwas überfordert mit den detaillierten Einstellungen sein, jedoch lässt bietet das Spiel hier viele Möglichkeiten zum Probieren und Austesten.

Fahrverhalten

Durch die Vielfalt an Einstellungen ist es dem Spieler möglich das Fahrverhalten in alle Richtungen zu beeinflussen. Daher gibt es wahrscheinlich für verschiedene Spieler nicht „das typische“ Fahrverhalten. Festhalten lässt sich aber auf jeden Fall, dass für das Game viel Gefühl, Geduld, Streckenkenntnis und Erfahrung in Rennspielen nötig ist, um das Auto sicher und zielführend zu bewegen. Die vielen Einstellungen und Bedingungen während des Rennens, können es erleichtern aber eben genauso erschweren, das Auto optimal zu lenken.

Nicht nur, dass ihr etwas über die Steuerung von den einzelnen Automodellen wissen solltet, auch das Fahren über Rasen, Streckenränder oder zu scharfes Abbremsen kann euch bereits einen Strich durch die Rechnung machen. Ein Abweichen von der sog. Ideallinie oder ein Abrutschen ins Kiesbett kann dafür sorgen, dass ihr euren Rangplatz während des Rennens schnell einbüßt.Daher erfordert das Spiel auf jeden Fall eine hohe Konzentration und besonders bei langen Rennen kann sich das Ganze auch nach 5 Runden perfekter Fahrt noch komplett drehen, wenn ihr kleine Fehler einbaut.

Wetter und Rennbedingungen

Ein weiterer Einflussfaktor, der das Fahrerlebnis bestimmt sind Wetter, Tageszeit, Temperatur und Sichtverhältnisse, also kurz gesagt: die Rahmenbedingungen für das Rennen. Bei Project Cars 2 spielt das Wetter und die Tageszeit eine entscheidende Rolle. Während des Karrieremodus werdet ihr auf verschiedene Rennbedingungen stoßen. Die Rennen können zu jeder Tages- und Nachtzeit stattfinden, wobei die Zeit während der Rennen voranschreitet.

Genauso können sich die Wetter und damit die Streckenverhältnisse ändern. Auch wenn man bei schönem Wetter startet, kann während des Rennens Regen einsetzen oder sogar Nebel auftreten. Das trägt zur Glaubwürdigkeit und zur Echtheit des Fahrerlebnisses bei. Während ihr beim Karrieremodus das Wetter nicht beeinflussen könnt, ist es beim benutzerdefinierten Spiel mit Freunden oder als Quick Start-Game natürlich möglich, einzustellen, wie die Bedingungen sein sollen.

Grafik

Project Cars 2 bietet stabile 60 Fps bei 1080p Auflösung und bietet außerdem grafisch ein beeindruckendes Erlebnis für den Spieler. Auch hier bleibt sich das Spiel treu und zeigt realistische Fahrbedingungen. Das heißt, dass die Aussicht bei Nebel oder Regen optisch nicht so sehr anspricht, wie bei Sonnenschein oder Nachtfahrten kurz nach dem es geregnet hat. Die Licht- und Schatteneffekte zeigen eine hohe Qualität und machen aus dem Game eine stimmige und realistische Simulation.

Project Cars 2 - Wertung/Fazit

80 Sehr Gut

Das Spiel wirbt unter anderem damit, sowohl für erfahrene als auch für Rennanfänger ein ansprechendes Fahrerlebnis zu bieten. Nach dem Anzocken und den ersten Eindrücken lässt sich jedoch sagen, dass etwas Erfahrung durchaus notwendig ist, jedoch kann diese natürlich auch direkt beim Spielen von Cars Project 2 gesammelt werden. Dennoch sollte hier kein Rennspiel wie Mario Kart oder Need for Speed gesucht werden. Sondern das Spiel erfüllt eben genau die Erwartungen einer Rennsimulation und damit einer Nachahmung von Realität. Damit ist es
besonders für Experten oder Rennspielliebhaber geeignet und spannend. In der Darstellung, dem Fahrerlebnis, Umgebung und Streckenverhältnissen bietet die Rennsimulation jedoch hohe Qualität und hat Potential dazu ganz groß zu werden.

  • User Ratings (1 Votes) 7.2
Share.

About Author

Josy

Seit Sie im Urlaub mit 3 Jahren den Gameboy ihres Papas in die Hand genommen hat, sind die Videospiele nicht mehr von ihrer Seite gewichen. Am liebsten zockt sie jetzt jedoch Konsole und hat unzählige Stunden mit Shootern wie Halo oder Open-World-Spielen verbracht.

Leave A Reply