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Resident Evil Revelations 2: Episode 1 – Review (PS4)

Der durchaus erfolgreiche erste Teil von Resident Evil: Revelations bekommt einen Nachfolger auf Episoden Basis. Doch kann der zweite Teil am Erfolg anknüpfen und wie spielt es sich im Episoden-Format? Das klären wir im Test!

Capcom konnte mit Resident Evil Revelations Weltweit knapp 2 Millionen Einheiten absetzen und entwickelte sich so zum Überraschungs-Erfolg, daher war mit einer Fortsetzung zu rechnen, diesmal sogar für die PlayStation 4 und Xbox One.

Episode 1

Resident Evil: Revelations 2 erscheint zu Anfang im Episoden-Format und ist in zwei Abschnitte unterteilt, die eine Spielzeit von insgesamt rund drei Stunden umfassen. So startet das Spiel mit Claire – die übrigens ziemlich verändert aussieht – und Moira, die auf einer Party von Soldaten festgenommen werden und sich auf einmal in einer Zelle mit seltsamen Armbändern wiederfinden.

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Gutes Duo – Claire hantiert mit Waffen und Moira leuchtet den Weg.

Wieso, weshalb, warum, wird in den 08/15 Zwischensequenzen und sparsamen Dialogen nicht erzählt. O.K., Capcom will hier anscheint das mysteriöse Beibehalten und so wenig wie möglich dem Spieler verraten, dennoch wäre ein wenig mehr Input über die Charaktere für nicht Resident Evil Kenner wünschenswert.

Das Duo macht sich also nun auf die Suche nach einem Ausgang und einer Erklärung für ihren Aufenthalt im Gefängnis, was übrigens ziemlich trist wirkt und leider stellenweise nur mit mäßigen Texturen versehen ist. Dabei müssen die beiden miteinander agieren, so blendet Moira zum Beispiel mit ihrer Taschenlampe die Gegner und Claire kann diese dann mit einem Tritt zu Boden kicken. Auch können wir zwischen den Charakteren hin und her schalten, um so gewisse Abschnitte zu meistern.

Moira kann die Gegner blenden.

Dieser Abschnitt zielt ehr auf die Horror-Fans und lässt uns mit wenig Munition und Schockmomenten echtes Survival-Feeling aufkommen lassen. Im Schwierigkeitsmodus „normal“ ging uns echt schnell die Munition aus, obwohl wir noch einiges vor uns hatten. Aber es geht auch anders…

Ein alter Bekannter

Im zweiten Abschnitt treffen wir einen alten Bekannten, nämlich Barry Burton aus dem original Resident Evil. Dieser ist vollgepackt mit schweren Waffen, und bereit aus den Mutanten Kleinholz zu machen. Es wird schnell klar, wieso Barry zur Hilfe kommt, denn die beiden Abschnitte bauen aufeinander auf. Mehr sei hier aber nicht verraten.

Barry nimmt die Mutanten mit seinem MG unter Feuer.

Doch dort angekommen taucht schon das erste Problem auf, ein kleines Mädchen, welches eine gewisse Gabe besitzt, klammert sich an Barry fest. Fortan gehen beide gemeinsam auf die Suche. Ungleicher könnte das Duo nicht sein, zum einen der kantige Barry mit seinen schweren Waffen und zum anderen das kleine zierliche Mädchen namens Natalie, die mit ihrer Gabe Gegner durch Wände spüren kann.

Stellenweise ist das Spiel auf “normal” echt schwer, was häufig zum Tode führt.

Der zweite Abschnitt geht ganz klar in Richtung Action. So tauchen mehr Gegner auf, die gern mit bleihaltiger Munition gefüttert werden wollen, aber auch Schleichpassagen mit Natalie runden den zweiten Abschnitt ab.

Raid-Modus

Revelations 2 hat wieder den Raid-Modus verpasst bekommen. Darin müssen wir uns Mission für Mission durch Gegner-Horden kämpfen und uns den Weg freischießen. Nach abgeschlossenem Level erhalten wir Fertigkeitspunkt, XP und Abzeichen womit wir uns neue Waffen besorgen und verbessern können. Auch gibt es tägliche Missionen, wo man Bonus-Inhalte abstauben kann, diese sind aber zum Teil an Bedingungen geknüpft, wie bestimmter Charakter usw. Der Raid-Modus ist eine gute Abwechslung zur Hauptkampagne.

Fazit

Resident Evil Revelations 2: Episode 1 steigt sehr gut ein, verliert aber nach kurzer Zeit sein Atem. Der Abschnitt mit Claire und Moira hat uns dabei besser gefallen als der zweite mit Barry und Natalie, die Munitionsknappheit und das Ungewisse lässt uns echtes Resident Evil-Feeling aufkommen. Auch der Raid-Modus kommt bei uns gut an und bietet ein wenig Abwechslung zum Story-Modus.

Dennoch kämpft die Episode 1 regelrecht ums überleben, so sind die ungleichen Paare zwar eine Abwechslung, wirken aber ziemlich unausgeglichen. Darüber hinaus kämpft das Spiel bei Außenarealen mit der Performance und die Texturen sind stellenweise echt unscharf.

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