Weltfrauentag – Die Idole einer Gamerin

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Jeder der mit dem Zocken aufgewachsen ist, kennt sie noch – die Videospielhelden der Kindheit und der Jugend. Dabei bin ich sicher nicht die erste Gamerin die insbesondere die Helden der Frauen in den Blick nehmen möchte. Aber starten wir doch einmal am Anfang. Als ich anfing zu zocken, startete ich vor allem mit den Nintendo Klassikern: Ich ließ Mario fröhlich durch die schwarz-weiß Landschaften hüpfen oder erkundete mit Link Hyrule und versuchte Zelda zu retten. Und ganz zu Anfang stapfte ich mit „Blau“ durch das hohe Gras, um Pokémon zu fangen.

Für mich sind das alles meine Kindheitshelden und doch war es für mich schon etwas Besonderes als die zweite und vor allem die dritte Pokémon Generation auf den Markt kam. Endlich konnte ich, und das fand ich als Kind besonders schön, als weibliche Heldin Pokémon-Meister werden! Seit dem ist sehr viel Zeit ins Land gegangen und was die Protagonisten, aber auch viele Nebenrollen angeht, haben die Entwickler ein paar tolle und vielseitige Charaktere auf den Bildschirm gezaubert!

Tiny Tina (Borderlands)

Die Borderlands-Reihe hatte schon immer einen eigenen Sinn für Humor. Im zweite Teil hat eine kleine Dame dann ganz besonders mein Interesse geweckt: Tiny Tina. Mit ihren frechen und tollkühnen Sprüchen, die zu der Welt der Borderlands ausgezeichnet gepasst haben, hatte sie sich gleich bombenfest in mein Herz geschlichen. Ihr niedliches und kleinkindhaftes Auftreten machte ihre Ansagen nur umso bizarrer und hat im Spiel sicher für den einen oder anderen Lacher gesorgt.

Toni (Deponia)

Auch wenn ich mich selbst nicht wirklich mit der Ex-Freundin vom Deponia Helden Rufus identifizieren konnte, war sie in den Deponia-Spielen doch eine der tollsten Frauen. Immer einen abgebrühten, trockenen Spruch auf den Lippen, macht sie die Begegnungen mit Rufus immer zu sehr amüsanten Situationen. Sie nimmt dabei die Rolle einer abgebrühten und leicht verzweifelten Frau ein, die viele Enttäuschungen erlebt hat und eigentlich einfach nur noch ihre Ruhe vor ihren Ex-Freund möchte, der ihr viel Arbeit und Ärger eingebracht hat. Auch wenn der Protagonist im Spiel eindeutig Rufus ist, ohne Toni und ihre leicht passiv-aggressive Art wäre das Spiel wohl nicht dasselbe geworden.

Citra Talugmai (Far Cry 3)

Obwohl Citra nur eine Nebenrolle in Far Cry gespielt hat, hat sie mich als Charakter von Anfang an in ihren Bann gezogen, nicht nur ihre Willensstärke und ihr gutes Aussehen lenkt die Aufmerksamkeit auf sie. Im dritten Teil der Far-Cry Reihe bildet sie das Gegenstück zu Vaas, auch wenn sie einen ähnlich verrücken Funken und natürlich einen exotischen Touch hat, den die Insel mit sich bringt. Ein ähnliches Geschwisterprinzip wird im vierten Teil der Far Cry-Reihe nochmal aufgegriffen. Citra tritt im Vergleich zum weiblichen Geschwisterteil dort von Anfang an als Anführerin sehr bestimmt und charakterstark auf. Fest steht, dass sie auf keinen Fall eine typische Frauenrolle in Videospielen einnimmt und mit ihrem ganzen Auftreten sofort hervor sticht. Für mich damals eine sehr spannende Begegnung.

Clementine

Eine meiner Lieblingspowerfrauen ist Clementine, aus the Walking Dead. Dabei ist sie am Anfang der Reise nicht mal eine richtige Frau, sondern ein kleines Mädchen. Durch die Tell tale-Reihe hinweg hat Clementine eine tolle Entwicklung durchgemacht, in der sie zum Schluss eine toughe, kleine Lady darstellt, die den Erwachsenen durchaus das Wasser reichen kann. Außerdem weiß sie, wie sie sich in der gefährlichen, post-apokalyptischen Welt zu Recht zu finden hat. Doch wie bei Tony und Rufus, macht bei Clementine auch ein anderer Charakter viel aus: Lee. Der Hauptcharakter aus dem ersten Teil fungiert als ihr Ziehvater und lässt viele Charakterzüge und Emotionen erst richtig zur Geltung kommen. Auch die Beziehung des Spielers zu Clementine wird grundsätzlich durch Charakter von Lee aufgebaut, den man im ersten Teil spielt. Nachdem ich die bisherigen Abendteuer mit Clem bestritten habe, war ich mir sicher, dass sie auf jeden Fall meine erste Wahl einer Begleiterin bei einer Zombieapocalypse wäre.

Max

In „Life is strange“ ist es schwierig sich einen Charakter auszusuchen, der besonders oder toller ist als die anderen, denn die Spieleentwickler haben hier eine ganze Reihe von besonderen Figuren auf die Mattscheibe gezaubert. Nichts desto trotz war mein persönlicher Favorit Max, die mit ihrer ruhigen und bodenständigen Art einen tollen Charakter abgab. Natürlich birgt Max im ersten Teil der Reihe den größten Identifikationsfaktor, weil die Beziehungen zu den anderen Charakteren bei ihr besonders deutlich dargestellt werden und man selbst Einfluss auf ihre Handlungen und Entscheidungen hat. Sie steht aber nicht nur im Kontrast zu dem typischen Prinzessinnen-Mädchen, sondern sie wiederspricht auch der toughen Kämpferin. Sie zeigt eine sehr in sich gekehrte und sensible Heldin, die eine sehr gefühlvolle Reise bestreitet. Trotzdem verfällt das Spiel nicht in Kitsch oder lässt die Charaktere überzeichnet wirken. Insgesamt stellt einem „Life is strange“ tolle Wegbegleiter(innen) mit an die Seite.

Teile.

Übern den Autor

Josy

Seit Sie im Urlaub mit 3 Jahren den Gameboy ihres Papas in die Hand genommen hat, sind die Videospiele nicht mehr von ihrer Seite gewichen. Am liebsten zockt sie jetzt jedoch Konsole und hat unzählige Stunden mit Shootern wie Halo oder Open-World-Spielen verbracht.

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