GAIN Magazin

Katamari Damacy REROLL – Lang lebe Katamari – Test (PC)

Braucht es für ein 17 Jahre altes Spiel, das solchen Kultstatus erlangt hat wie »Katamari Damacy«, noch eine Vorstellung? Wenn es gleichzeitig so obskur ist und so lange verschollen blieb wie Katamari, dann sicherlich! Denn ich behaupte, unser Kosmos ist ein besserer, nachdem »Katamari Damacy REROLL« endlich wieder erhältlich ist. Warum der etwas andere Aufräum-Simulator auch auf Nintendo Switch und PC das Universum schöner macht, steht deshalb nicht in den Sternen, sondern hier.

Alles bleibt am Katamari kleben. Er muss nur groß genug werden, um drüberrollen zu können.
Alles bleibt am Katamari kleben. Er muss nur groß genug werden, um drüberrollen zu können.

Roll, Roll, Roll den Schwamm

»Katamari Damacy REROLL« beginnt auf völlig bodenständige Art: Der König des gesamten Kosmos hat am Abend zuvor gesoffen und im Alkoholrausch aus Versehen alle Sterne aus dem Himmel gebrochen. Sein Sohn, der Prinz des gesamten Kosmos, soll dem verkaterten Vater nun unter die Arme greifen, indem er neue Sterne produziert. Das funktioniert mithilfe eines sogenannten Katamari: Ein klebriger Ball, der Gegenstände, die er überrollt, absorbiert, dadurch wächst und so immer größere Dinge an sich binden kann.

Der Prinz rollt nun also seinen Katamari über die Erde und sammelt auf, was er finden kann, von winzigen Stecknadeln über Menschen und Ochsen bis hin zu Straßenlaternen und Häusern. Weil dieses Spielkonzept natürlich kein bierernstes ist, hält sich auch der Rest des Spiels eher an eine lockere Aufmachung. Die Welt von Katamari Damacy ist bunt und voller qietschenden Spielzeugen, klingelnden Weckern und hechelnden Welpen. Die meiste gute Laune verbreitet der Soundtrack des Spiels mit seinen japanischen Folk Rock-, Pop- und Rap-Songs, die extra für Katamari geschrieben wurden und deren lockere Rhythmen wunderbar zum gute Laune verbreitenden Spielkonzept passen.

Der König des Kosmos hat’s versiebt, wir in Kontrolle seines Sohnes sollen helfen.

Technisches Kuddelmuddel

Zumindest auf PC macht jedoch die Technik dem Spaß einen kleinen Strich durch die Rechnung. »Katamari Damacy REROLL« stürzt oft mitten im Level ab, was ärgerlich ist, da Speichern nur zwischen den Aufgaben möglich und ein Autosave überhaupt nicht vorhanden ist. In der Menüführung merkt man dem Spiel seine Herkunft von der PlayStation 2 einfach an. Auch die Anpassung an die technischen Möglichkeiten des Computers sind gerade einmal akzeptabel; mehr als zwei Auflösungsstufen hat das Remaster nicht zu bieten.

Fazit

Als Start in die Neuveröffentlichung der Katamari-Reihe ist Katamari Damacy aber allemal schon deswegen gut gewählt, weil es in knapp drei Stunden bequem durchspielbar ist, jedoch beinahe unbegrenzten Wiederspielwert bietet. Das Aufroll-Konzept, dessen Erfolg an der Größe des fertigen Katamari gemessen wird und deswegen zur Punktejagd einlädt, wird eben einfach nicht alt. Ich kann nur hoffen, dass Katamari Damacy bald auch seinen Weg auf die PlayStation 4 und Xbox One findet und die Nachfolger des Spiels ebenfalls in naher Zukunft neu veröffentlicht werden.

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