Sid Meier’s Civilization: Beyond Earth – Review

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Wie wäre es wohl, wenn die Menschheit wirklich einen fremden Planeten besiedeln würde? Diese Frage stellt sich das neue Civilization: Beyond Earth. Und die Umsetzung dieser Idee ist wirklich gut gelungen.

Es beginnt…

Man stelle sich vor, man wäre ein kleines Mädchen, dass, wie in dem Anfangsvideo von Sid Meier’s Civilization Beyond Earth , mit ihrem Vater in einem überfüllten Lager ankommt, nur um dann von ihm getrennt zu werden, um auf eines der wenigen Schiffe zu kommen, welches die sterbende Erde verlässt. Dieses Gefühl zwischen Einsamkeit, Angst, aber auch Neugierde und Hoffnung transportiert das Startvideo des Spiels sehr gut und schafft es gleich von Anfang an eine passende emotionale Grundlage für das Spiel zu legen.

Die „Erdlinge“ blicken mit einer Mischung aus Furcht, Neugierde und Hoffnung auf ihre neue Heimat.

Die „Erdlinge“ blicken mit einer Mischung aus Furcht, Neugierde und Hoffnung auf ihre neue Heimat.

Ich war begeistert und fühlte mich sofort an Sid Meiers Alpha Centauri zurück erinnert. Das Spiel hatte gleich von Anfang an eine starke Immersion und zog einen in die Geschichte hinein.

Wer ein neues Spiel startet, kann ähnlich wie bei Civ 5 dann bestimmen auf welcher Kartengröße er spielt, ob die Welt ein Pangea Superkontinent ist, mehrere Kontinente hat, oder aus kleinen Inseln besteht. Die Auswahlmöglichkeiten sind im Prinzip gut, nur ich hätte mir explizit die Möglichkeit gewünscht, auch auf einer Welt mit 3 oder 4 Kontinenten spielen zu können. Derzeit sind es halt zwei Kontinente oder gleich eine Inselkarte mit vielen kleinen Inseln.

Die wichtigste Wahl passiert aber eigentlich noch vor der Kartenauswahl, nämlich die Frage welchen Sponsor und welche Fracht man mitnehmen möchte. Die Sponsoren übernehmen die Rolle von Nationen in Civ 5 und sind insgesamt relativ ausgewogen. Allerdings gibt es bei Spielstart nur 8 Sponsoren, was ich persönlich als zu wenig empfand. Auch sind manche Farben zu ähnlich. Zwei Sponsoren sind grün und zwei weitere irgendwie lila/pink. Bei nur acht Sponsoren hätten man die Farbschemata besser etwas unterschiedlicher gestalten können, aber letzten Endes ist das natürlich Jammern auf hohem Niveau. Die Sponsoren spiegeln verschiedene Regionen der Erde in einer möglichen Zukunftsvariante dar. Die Wahl hat Bedeutung und das Artdesign ist insgesamt gut.

Hier-die-acht-Sponsoren,-welche-bei-Spielbeginn-zur-Auswahl-stehen

Hier die acht Sponsoren, welche bei Spielbeginn zur Auswahl stehen.

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Es ist wirklich schön, dass die Wahl des Sponsors einerseits Atmosphäre hat, denn man muss sich halt fragen ob man Franco-Iberia oder die slawische Föderation zum Sieg führen möchte. Aber auch die unterschiedlichen Eigenschaften der Sponsoren können ganz andere Taktiken und Spielstile erfordern. Außerdem will dann auch sofort bedacht sein, wie sich die Fähigkeit des Sponsors in Kombination mit der Fracht auswirkt. Ein Beispiel: Die Afrikanische Union erhält +10 Nahrung in Städten die positive Gesundheit haben. Um sicherzustellen, dass die Gesundheit in den Städten positiv bleibt, mag der Spieler dann versucht sein bei der Fracht „Baumaterial“ für ein Krankenhaus mitzunehmen, welches die Gesundheit verbessert. Oder die Panasien-Kooperative erhält zusätzliche Baugeschwindigkeit für die Bautrupps und der Spieler möchte deshalb vielleicht zum Start einen Bautrupp als Startbonus mitnehmen. Andererseits sind die Bautrupps immer nützlich. Vielleicht will man sich ja auch nicht die Fähigkeiten der Sponsoren konzentrieren, sondern alle Eventualitäten abdecken.

Die Kombinationsmöglichkeiten gehen aber noch weiter. Es kann auch noch bestimmt werden, welche Berufskategorie mitgenommen wird. Z.b. können Künstler für zusätzliche Kultur oder Wissenschaftler für mehr Forschungsoutput mitgenommen werden. Diese vielen Kombinationen ergeben einen einzigartigen Start und man knobelt schon vor dem eigentlichen Spielstart herum, welche Kombination jetzt wohl am vorteilhaftesten ist. Dieses Feature ist sowohl von der Atmosphäre (dank reicher Bebilderung) als auch von der Mechanik her sehr gut gelungen. Ich war sofort begeistert.

Zusätzlich sei auch noch gesagt, dass es verschieden Biosphären gibt, welche das Aussehen des Planeten bestimmen. Es gibt eine erdähnliche Biosphäre, eine Dune ähnliche Wüstenplanet Biosphäre und eine bizarre bläuliche Pilzwelt. Die Auswahl ist gut und die Biosphären sind interessant, allerdings haben sich viele Spieler auf Steam, dazu gehöre auch ich, in der Forendiskussion noch mehr bizarre Biosphären gewünscht wie z.B. eine Kristallwelt, einen Vulkanplaneten, einen Planeten mit Meeren aus flüssigem Silber und noch mehr. Es bleibt zu hoffen, dass noch mehr verschiedene Biosphären nachgeliefert werden. Trotzdem ist die Grundauswahl schon mal sehr solide und es gefällt mir, dass ich die Biosphäre ebenfalls bestimmen kann.

Die Landung…

Also landet man auf dem Planeten. Mit einer erbärmlich winzigen Stadt, einem kleinen Erkunder und eventuell weiterer Einheiten die man in der Fracht mitgenommen hat und sieht sich mit einem feindlichen Alienplaneten konfrontiert. Feindlich? Oh ja. Auf dem Planeten leben immer käferartige Alien (Parallelen wurden schon zu den Zerg aus Starcraft, oder den Bugs aus dem Film Starship-Troopers gezogen), welche durchaus feindselig sein können und gerade am Anfang eine nicht zu unterschätzende Bedrohung sind. Die kleinen kampfschwachen Erkunder meiden besser Alien-Nester (näher Dich auf zwei Felder einem dieser Nester und es gibt eine Portion Chitinklauen für dich…) und die aggressiven Alien-Drohnen.

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Hier ist unsere „Afrikanische Union“ auf einem erdähnlichen Planeten gelandet.

Wenn man es schafft, seine Erkunder am Leben zu halten können diese nicht nur das Territorium erforschen, sondern auch „Picknickpäkchen“ von der Erde finden. Damit meine ich Ressourcen-Kapseln, welche die Erde in Vorbereitung auf die Besiedlung zum Planeten geschickt hat und welche in der ganzen Landschaft verstreut herumliegen. Den Planeten schnell zu erforschen lohnt sich also, bevor die anderen Kolonien eintreffen und mit auf die Suche gehen.

Bevor die anderen Kolonien eintreffen? Ein neues interessantes Feature ist, dass die KI-Spieler nicht sofort mit einem, sonder zeitversetzt eintreffen. Das gibt dem Spieler Zeit, seine Stadt aufzubauen und Ressourcen zu finden, allerdings erhalten die später eintreffenden Kolonien dafür mehr Fracht. Die Entwickler erklärten dazu, dass die anderen Kolonien sich für einen langsameren Antrieb entschieden haben, aber dafür mehr Fracht einpacken konnten. Ob die Erklärung Sinn macht bleib dahingestellt. Fakt ist, dass diese leichte Asymmetrie das Spiel interessanter macht. Man hetzt seine Erkunder über die Welt, versucht schnell möglichst viel Ressourcen einzusacken und beeilt sich mit dem Gründen neuer Städte, um einen Vorteil zu erlangen, denn wie auch schon auf der Erde gilt: Der größte Feind des Menschen ist der Mensch selber!!

Zwischen Krieg und Diplomatie

Wenn es irgendwann eng wird und man anfängt sich gegenseitig auf die Füße zu treten, dann kann es auch zum Krieg kommen. Insgesamt war die KI aber sehr friedlich. Ich wurde im Prinzip nur von der KI attackiert, wenn ich das Militär grob vernachlässigt hatte. Dann hat die KI heimlich eine Angriffstruppe produziert und mich überraschend überfallen, um dann durchaus ein oder zwei Städte erfolgreich erobern zu können. Etwas mehr Aggressivität täte der KI zwar gut, aber trotzdem war ich mit dem Verhalten der KI im Krieg ziemlich zufrieden. Die KI verteidigt eigene Städte, produziert Einheiten, setzt Jäger ein und zieht sich – wenn sie glaubt, dass eine ihrer Städte fallen wird – zurück, um sich bei der nächsten Stadt neu zu gruppieren. Die Kampfanimationen sehen dabei hübsch aus und machen das Geschehen lebendig.

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Hier beschießt meine Artillerie der Affinität „Harmonie“ einen Alien-Belagerungswurm (Der Shai Hulud aus der Dune-Saga lässt grüßen).

Interessant ist dabei, dass sich das Design der Einheiten je nach Affinität verändert. Und sowohl vom Design als auch von der Farbgebung her die entsprechende Affinität widerspiegelt.

Affinität? Das hab ich ja ganz vergessen. Im Verlauf des Spiels entwickelt sich die eigene Zivilisation in die Richtung einer bestimmten Affinität, welche eine bestimmte philosophische Denkrichtung in Bezug auf Menschheit, Aliens und die Zukunft darstellt. Je nachdem welche Affinität die dominante Affinität der eigenen Zivilisation ist, verändert sich das Aussehen der Städte und Einheiten, die man besitzt. Die drei Affinitäten sind „Reinheit“, „Vorherrschaft“ und „Harmonie“.

Reinheit möchte die Menschheit erhalten, so wie sie ist und möchte den neuen Planeten an die Bedürfnisse der Menschen anpassen. Harmonie möchte die Menschheit an den neuen Planeten anpassen, um mit der Natur in Einklang zu leben, denn schließlich habe ja die Umweltzerstörung zum Ende der Menschheit auf der Erde geführt. Und Vorherrschaft hält beide Denkrichtungen für beschränkt und möchte die Menschheit von den Fesseln ihrer fleischlichen Existenz befreien, damit die Menschheit unabhängig von Ort und Raum überall überleben kann. Zu diesem Zweck werden die Menschen Schritt für Schritt in Roboter umfunktioniert.

So-sah-meine-Afrikanische-Union-aus

So sah meine „Afrikanische Union“ aus, nachdem sie in Sachen Vorherrschaft zu der nächsten „Borg-Spezies“ mutiert war.Der Zähler oben links zeigt, dass ich 14 (von 18 möglichen) Punkten in Sachen Vorherrschaft habe.

Das Konzept der Affinitäten ist gut und macht Spaß, aber ich könnte um ehrlich zu sein durchaus noch ein zwei mehr Affinitäten im Spiel vertragen, um das ganze noch interessanter zu machen. Bisher habe ich im Übrigen keine Lieblingsaffinität. Harmonie spricht den Naturliebhaber in mir an. Reinheit gefällt mir gut, weil sie die Menschheit erhalten wollen und Vorherrschaft? Was soll ich sagen, Mechs und Kampfroboter sind einfach cool!

Wichtig ist zu verstehen, dass die Einheiten nicht nur anders aussehen, sondern wirklich unterschiedliche Boni bekommen. Artillerie bleibt zwar Artillerie, aber mag signifikante Unterschiede haben.

Hier-ein-Beispiel-für-den-Kreuzer-in-allen-drei-Affinitäten

Hier ein Beispiel für den „Kreuzer“ in allen drei Affinitäten.

Ich habe wie gesagt keinen klaren Liebling und habe alle Affinitäten ausprobiert. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich häufiger die Chance hatte, in Richtung Vorherrschaft und Reinheit zu gehen, als in die Richtung der Harmonie (aufgrund der zu den Affinitäten gehörenden Spezialressourcen auf der Karte), aber trotzdem scheint man insgesamt relativ ausgewogen die Möglichkeit zu haben, alle Affinitäten einmal zu spielen.

Interessant ist auch, dass sich die Affinitäten auch auf die diplomatischen Beziehungen auswirken. Wenn man z.B. klar in Richtung Harmonie geht, werden andere Zivilisationen, welche ebenfalls in Richtung Harmonie gehen einen mehr wertschätzen und freundschaftlichen Kontakt suchen. Wohingegen die Zivilisationen, die anderen Affinitäten angehören sich bei einem beklagen werden. Reinheitsfraktionen werden sagen, man habe vergessen, was die Menschen menschlich macht. Vorherrschaftsfraktionen werden einen belächeln, denn es ist in ihren Augen kurzsichtig, sich darauf zu konzentrieren, sich als Spezies an einen ganz bestimmten Planeten anzupassen.

Afrikanische-Union-in-einem-Statement

Hier teilt uns die Afrikanische Union in einem Statement mit, dass wir ein starkes Militär haben. By the Way: Man kann an der Kleidung erkennen, dass der Anführer der anderen Civ auch den „Harmonie“-Pfad beschreitet.

Die Diplomatie ist im Prinzip nicht viel anders als in Civ 5, neu ist das Feature, dass die KI Fraktionen, wenn sie einen anbetteln, einem für das Erfüllen ihrer Bitte einen „Gefallen“ in Aussicht stellen. Gefallen sind eine unsichtbare Währung und man kann später nachdem man ein paar Gefallenangesammelt hat die KI dann um eine Gegenleistung bitten. Im Prinzip ist das ein nettes Feature, aber keine revolutionäre Neuerung. Die KI hat nur gelernt effektiver zu betteln. Trotzdem hab ich meistens „Nein“ gesagt, denn kein „Gefallen“ ist mir 50 Forschungspunkte pro Runde (für 30 Runden lang!) wert. Ich denke der Wert der Gefallen hätte in der Wertung der KI besser etwas niedriger angesetzt werden müssen.

Ansonsten finde ich es auch gut, dass man als friedliebender Spieler, ganze Spiele beschreiten kann, ohne einen einzigen Schuß abzufeuern. Ich habe (ironischerweise als Brasilien, welcher als Sponsor allen Einheiten einen Kampfbonus gibt) ein ganzes Spiel gespielt und am Schluß via „Kontakt“-Sieg gewonnen, ohne auch nur einen einzigen Krieg gegen meine Nachbarn führen zu müssen. Ich hatte in allen Grenzstädten einfach ein paar Militäreinheiten stationiert und schon hat die KI davon abgesehen mir den Krieg zu erklären und ich hab ganz gemütlich den Sieg erzielen können. Da könnte noch etwas nachgebessert werden. So schön ein friedlicher Sieg auch ist, denke ich, dass die KI einen Angriff in Erwägung ziehen sollte, wenn man gerade dabei ist, dass Spiel zu gewinnen.

Technologie

Ich muss sagen, dass alle Features von Civilization: Beyond Earth bisher sehr gut umgesetzt wurden. Und ENDLICH hat Firaxis auch etwas gegen den langweiligen Forschungsbaum aus Civilization getan. Wir haben ein „Tech-Netz“ bekommen. Wir starten in der Mitte und können uns in Richtung aller möglicher Technologien ausbreiten. Eine sehr gute stimmungsvolle Neuerung!

das-schöne-Tech-Netz

Endlich sind wir weg, vom langweiligen linearen Technologie-„Pfad“ aus der Civilization Reihe (Baum möchte ich dazu nicht sagen) und haben das schöne Tech-Netz.

Es macht Spaß sich in die verschiedenen Richtungen zu entwickeln. Immer zu schauen, was man als Nächstes brauchen könnte und zu gucken, welche Technologien, Einheiten oder Wunder man zum Bau freischalten möchte. Außerdem erhält man die Punkte in den Affinitäten hauptsächlich über die Forschung im Technologie-Netz.

Schön-das-Es-Wunder-gibt

Schön das Es Wunder gibt. Ein kleiner Film zu jedem wäre aber noch toller gewesen.

Einziger Kritikpunkt am Netz: Obwohl es einen Filter und Tooltips für alles hat, mangelt es manchmal an Übersichtlichkeit. Alles wirkt etwas grau in grau. Ein Mod, der aber jetzt schon im Steam Workshop erhältlich ist, färbt das Netz ein und versieht, Gebäude, Einheiten, Wunder und Satelliten mit unterschiedlichen Farben, was die Übersichtlichkeit deutlich erhöht. In diesem Sinne kann dort auch Abhilfe geschaffen werden.

Das Spiel gewinnen

Wie gewinnt man das Spiel? Indem man einen bestimmten Sieg erzielt. Man kann durch Dominanz (die Hauptstädte aller Gegner erobern) gewinnen, wie es in allen Civilization Games möglich ist. Ansonsten gibt es den Kontakt-, Transzendenz-, Emanzipations- und Gelobtes Land Sieg. Der Kontaktsieg erlaubt die Kontaktaufnahme mit einer intelligenten Alienspezies (anders als die Käfer-Aliens auf dem Planeten) und steht allen Spielern offen. Die anderen drei Siege sind den Affinitäten spezifisch zugeordnet und entspringen deren Ideologie. Bei „Gelobtes Land“, baut eine Reinheits-Zivilisation ein Warpportal zur Erde und ruft die auf der Erde vegetierenden letzten Überlebenden auf die schöne neue Welt, und siedelt sie dort an.

Erdlingssiedlungen

Hier habe ich den Alien-Planeten etwas erdähnlicher gemacht und die ersten Erdlinge in eigenen „Erdlingssiedlungen“ mitten im Grünen angesiedelt. Der Sponsor mit dem ich hier spiele kommt im Übrigen aus einem Mod und nennt sich „The Holy See“. Ein Gelobtes Land für alle!

Beim Emanzipationssieg schickt man als Vorherrschaftsspieler seine Roboter zur Erde, und erlöst die Menschen von ihrer fleischlichen Existenz. So wie ich es verstanden habe in Umformung in die neue Art Mensch oder durch Tod. Bei Harmonie baut man eine Art Lebensform, welche in Kontakt mit dem Bewusstsein des Planeten treten soll und nachdem das geschafft ist, teilen sich alle Menschen ein Bewusstsein mit der Welt, auf der sie leben.

Alle speziellen Siege sind stimmungsvoll gemacht und passen gut zu den entsprechenden Affinitäten. Auch hier kann das Spiel begeistern.

Kritik

Jetzt habe ich so positiv über das Spiel berichtet. Aber irgendwas muss doch auch schlecht sein? Wie bereits erwähnt wäre es schön, wenn es noch mehr Biosphären geben würde. Außerdem würde ich mir mehr Affinitäten wünschen, statt nur diese Drei. Auch mehr verschiedenartige Aliens wären gut. Vielleicht sogar eine echte intelligente Alienspezies wäre schön. Im Prinzip ist das Spiel sehr gut und sollte einfach noch mehr Content haben, um den Wiederspielwert zu erhöhen! Dazu sollte die KI noch ein klein bisschen aggressiver sein und schon wäre das Spiel perfekt. Ok fast perfekt. Denn eine Sache stört doch.

Wenn man gewinnt, erhält man lediglich ein schnödes Pop up das einem sagt: Du hast gewonnen! Und einem ein passendes Bild zu dem Sieg liefert und einen kurzen Text. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Eine Siegstatistik wie in Civ 5 sollte wirklich drin sein, und falls es nicht für ein Video reicht, dann sollte es wenigstens eine Bilder-Slideshow geben. Ein einzelnes Bild ohne Statistik ist doch etwas mau. Da ich nicht die Siegbildschirme für Euch spoilern möchte, hab ich hier mal den Bildschirm gezeigt, den Ihr seht, wenn Ihr das Spiel verliert. Stellt Euch genau in diesem Stil auch die Siegbildschirme vor. Ein Bild. Ein Text und der Button „zurück zum Hauptmenü“. Da kann man wirklich mehr machen!

Siegbildschirmen

Der den Siegbildschirmen gleichende „Game Over“ Bildschirm

Fazit

Wir haben einen Award-Gewinner! Dieses Spiel hat Atmosphäre. Es hat eine Seele. Es hat Vielfalt und ist optisch ansehnlich (und doch auf meinem moderaten PC auf maximalen Details lauffähig). Die KI agiert angemessen und durch die Modbarkeit kann die Community kleine Probleme (wie mit dem farblosen Techweb) selber lösen. Ich bin wirklich richtig „hineingesaugt“ worden in das Spiel. Das ist mir zuletzt nur bei Dark Souls 2 so extrem passiert. Dieses Spiel werde ich auch privat noch lange weiterspielen.

Einzige Contras sind, dass es einfach mehr von dem guten Content geben sollte. Die KI kann noch etwas aufgebessert werden und die mauen Sieg-Bildschirme müssen etwas überarbeitet werden. Außerdem gab es wieder Beschwerden über Abstürze in Multiplayer-Partien.

Ansonsten ist es ein rundum gelungenes Spiel! Bitte mehr davon Firaxis!

Sid Meier's Civilization: Beyond Earth - Wertung (PC)

90 Ausgezeichnet

Dieses Spiel hat Atmosphäre. Es hat eine Seele. Es hat Vielfalt und ist optisch ansehnlich. Ich bin wirklich richtig „hineingesaugt“ worden in das Spiel. Einzige Contras sind, dass es einfach mehr von dem guten Content geben sollte, die KI kann noch etwas aufgebessert werden und die mauen Sieg-Bildschirme müssen etwas überarbeitet werden.Ansonsten ist es ein rundum gelungenes Spiel! Bitte mehr davon Firaxis!

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Übern den Autor

Florian

Unser Redakteur Florian gehört zu der Gruppe Spieler, die in ihrer Jugend die allerersten Gehversuche der Spieleindustrie mit "Pong "auf dem Atari, dem Commodore C 64, oder dem ersten Sim City miterlebt haben.

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