Gestern erschien der Nachfolger des verrückten Lego Marvel Abenteuers, LEGO MARVEL Super Heroes 2 für die Playstation 4, den PC und die Xbox One. Ab dem 07.12.2017 ist der Titel dann auch für die Nintendo Switch erhältlich. Warner Bros. hat uns eingeladen in das Spiel reinzuschauen und anzuspielen.

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Noch hat der Bösewicht Kang gut lachen.
Noch hat der Bösewicht Kang gut lachen.

Bau dir deinen Superhelden

In entspannter Atmosphäre zeigt uns ein Entwickler von TT Games das neue Spiel und führt uns zunächst durch die große und lebendige Welt von Chronopolis, in der der zweite Teil des Lego Marvel Abenteuers stattfindet. Die Spielwelt setzt sich dabei aus 18 verschiedenen Locations aus der Marvel-Welt zusammen.

Ein besonderes Highlight ist für uns der neue Editor, in dem es möglich wird einen ganz eigenen und individuellen Marvel Superheld zu erstellen. Es lassen sich nicht nur Aussehen, sondern auch Fähigkeiten und Tastenbelegung bis ins kleinste Detail anpassen. So gibt es nicht nur ein riesiges Sortiment an neuen Marvel Superhelden und neue Variationen von diesen (Spiderham ist nur der Anfang!), sondern es gibt auch noch Platz für 10 selbstdesignte Helden. Der Entwickler präsentierte uns auch stolz Carnom, eine Verschmelzung von Venom und Carnage, die TT Games zusammen mit Marvel entwickelt hat.

Im Vergleich zum Vorgänger hat das neue Lego Marvel Super Heroes deutliche Open World Elemente und das Design ist moderner als das, was man typischer Weise aus allen Legoablegern kennt. Dabei gelingt es trotzdem, alte Layoutelemente in die neue Oberfläche zu integrieren, so dass sich erfahrene und neue Spieler gleichermaßen willkommen fühlen. Eine Erweiterung ist auf jeden Fall der Versus-Modus, in dem ihr mit bis zu vier Spielern gegeneinander spielen könnt.

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Ein kurzes Minispiel gefällig!?
Ein kurzes Minispiel gefällig!?

Zurück in die Zukunft

Das Herzstück von LEGO MARVEL Super Heroes 2 stellt allerdings der Story-Modus dar. Und mit diesem soll man laut Aussage von TT Games knapp 50 Stunden beschäftigt sein. Nach dem wir die ersten Missionen gespielt haben, halten wir diese Zeit durchaus für realistisch. Darüber hinaus gibt es in Chronopolis noch etliche Nebenquests die man erfüllen kann.

In der Story wird man nach und nach in die verschiedenen Zeitdimensionen und Welten geführt und schaltet immer mehr Superhelden frei. Im Spiel gibt es rund 240 Superhelden, dabei existieren von manchen Superhelden nicht nur eine Version, sondern wie im Fall von z.B. Captain America gleich eine Vielzahl an Varianten aus den verschiedenen Zeitdimensionen. Alle Superhelden kann man danach auch jederzeit in der Open World spielen oder sie werden nochmal Teil der Geschichte.

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„Dich kenn ich!?“ Spiderman begegnet seiner Version aus der Zukunft.
„Dich kenn ich!?“ Spiderman begegnet seiner Version aus der Zukunft.

Schöner Baukasten

Die Zwischensequenzen in der Story sind sehr gut gemacht. Die Animation der Gesichter und die Mimik passen super zur Synchronisation. Wie so oft bei der Videospielvariante, konnten leider nicht die Originalsprecher gewonnen werden, so dass z.B. Rocket Racoon von Monty Arnold, den man unteranderem aus der Deponia-Reihe als Rufus kennengelernt hat, gesprochen wird. Die Stimmen klingen insgesamt ähnlich, wer jedoch genau auf die Synchronisation achtet, wird etwas brauchen, um sich an die neuen Stimmen zu gewöhnen. Ebenso haben uns die zum Teil witzigen Dialoge gefallen. Manche dieser Superhelden haben nur einen „kurzen Gastauftritt“ andere werden über einen längeren Zeitraum in die Story integriert.

In den Missionen ist zum Teil sehr gut kenntlich gemacht, was genau gemacht werden muss bzw. welche Objekte eine Rolle spielen. Allerdings kommt es teilweise vor, dass man in manchen Missionen nicht ganz genau weiß, was man eigentlich tun soll. Das könnte insbesondere für Einsteiger eine Hürde darstellen. Etwas Hilfestellung durch andere Superhelden nach einer gewissen Zeit wäre eine nützliche Unterstützung.

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Ein Selfie für die Follower. Manche Superhelden können Selfies schießen.
Ein Selfie für die Follower. Manche Superhelden können Selfies schießen.

Der Weg ist lang in LEGO MARVEL Super Heroes 2

Der Ablauf der Missionen ist im Prinzip immer identisch. Man kämpft sich durch die Mission und muss am Ende den Bösewicht besiegen, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Hierfür benötigt man allerdings manchmal eine Weile bis man den Überblick gewonnen hat. Die Endkämpfe wirken teilweise aufgrund der vielen Figuren und Effekten etwas wild, was wir aber nicht als störend empfunden haben. Wer aber einfach nur entspannt auf der Couch etwas spielen möchte, sollte an dem Abend wohl er zu einem anderen Spiel greifen. Etwas Abwechslung in den Ablauf der Missionen bringen die in die Missionen integrierten Minispiele.

Um alle Superhelden freizuschalten und alle Aufgaben zu erfüllen, ist es notwendig Teile der Geschichte mindestens zweimal zu spielen. Denn für die Erfüllung mancher Aufgaben sind andere Superhelden, als die für die Ursprungsmission zur Verfügung gestellten Superhelden, notwendig. Die verschieden Welten wissen durch ihre Liebe zum Detail zu überzeugen und auch bei der Erstellung neuer Superhelden, merkt man die Begeisterung der Entwickler für diese Materie. Die verschiedenen Fähigkeiten der Superhelden, die sich auch spürbar unterscheiden, spielt sich jeder Superheld etwas anders und man hat schnell seinen „Liebling“ gefunden. Integriert wurden auch Informationen über die Superhelden auf der Charakterkarte, damit der Spieler bei der Vielzahl der Helden nicht den Überblick verliert. Damit unterscheidet sich das Prequel von anderen klassischen Legospiele, bei denen man nur den Namen der Charaktere einsehen konnte. Positiv ist uns beim Spielen auch die kaum vorhandene Ladezeit aufgefallen.

LEGO® MARVEL Super Heroes 2 - Wertung/Fazit

84 Sehr Gut

Früher verging die Zeit im Kinderzimmer beim Lego-Steinchen türmen Stunde um Stunde. Nicht anders erging es uns mit dem neuen Lego Marvel Super Heroes 2. Auch hier geht es mitunter sehr wild und hektisch zur Sache, aber Fans der Serie werden wohl kaum enttäuscht sein. Als Neueinsteiger muss man sich den wilden Kämpfen erstmal öffnen, findet aber sehr schnell Gefallen daran. Stellen sie doch eine willkommene Abwechslung dar. Aufgrund des Prinzips „Hau drauf“ fühlte man sich in den Missionen ein bisschen an den Film „Vier Fäuste für ein Hallejula“ erinnert. Darüber hinaus weiß das Spiel mit seiner schicken Grafik und den zum Teil lustigen Dialogen zu überzeugen. Auch die Idee mit der Verschmelzung der verschiedenen Welten finden wir sehr gelungen. In machen Missionen, haben wir uns zu Anfang allerdings etwas allein gelassen gefühlt, da wir nicht genau wussten was wir tun müssen. Der ein oder andere Hinweis wäre insbesondere für Einsteiger sehr hilfreich.

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Über den Autor

Josy

Seit Sie im Urlaub mit 3 Jahren den Gameboy ihres Papas in die Hand genommen hat, sind die Videospiele nicht mehr von ihrer Seite gewichen. Am liebsten zockt sie jetzt jedoch Konsole und hat unzählige Stunden mit Shootern wie Halo oder Open-World-Spielen verbracht.

  • Dabei seit:
  • Sep. 2017
  • Erstes Spiel:
  • Pokemon Blau
  • Spielt zur Zeit:
  • Deponia
  • Lieblingsspiel:
  • Mass Effect 2
  • Lieblingsessen:
  • Pizza
  • Lieblingsmusik:
  • Pop Punk

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