GAIN Magazin

The Crew – Vorschau

Ubisoft lud rund zwei Monate vor dem Release von The Crew zur Producer Tour nach Berlin ein, wir sind der Einladung gefolgt und haben einen Blick auf das MMO-Action-Rennspiel mit fortgeschrittenen Level Content geworfen.

Im August hatte ich bereits in der Closed Beta für den PC einige Eindrücke aus dem Spiel sammeln können, dabei bin ich aber ausschließlich allein durch die USA gereist, nun konnte ich in einer gemütlichen Runde The Crew auch gemeinsam mit anderen den Multiplayer antesten.

Spielwiese – Befahrbare USA

In The Crew steht Euch eine riesige Karte der USA zur Verfügung, Städte wie New York, Miami, Chicago, Las Vegas oder Los Angeles können befahren und erkundet werden, aber auch die Rocky Mountains oder der Staudamm in Denver stehen für Ausflüge bereit. Selbst reale Rennstrecken findet man auf der Karte.

Zudem sind auf der Karte überall Missionen und Skill-Veranstaltungen in einer Fülle vorhanden, die bestimmt einige Monate für Motivation sorgen sollten. Wie es auch schon der Name bereits verrät, setzt The Crew auf gemeinsames Spielen mit Freunden. Alle Missionen lassen sich zusammen mit seiner Crew oder Online-Bekanntschaften bewältigen und darin liegt auch die Stärke von The Crew. Selbstverständlich lässt sich das Spiel auch allein durchspielen.

The Crew - Slalom Skill
Skill-Veranstaltung – Slalom

Daher ist der erste Schritt im Spiel, sich einer Crew anzuschließen, was auf der Xbox One recht einfach funktionierte. Solltet Ihr bei einer Mission nicht voran kommen, könnt ihr jederzeit um Hilfe bei der Crew anfragen. Für die anderen Teammitglieder lohnt sich die Aushilfe, denn jeder der mitfährt, erhält bei erfolgreicher Bewältigung wertvolle Erfahrungspunkte.

Fahrzeuge – Für jeden was dabei

Die Steuerung mit dem Xbox One Controller ging einfach von der Hand, nach wenigen Minuten konnte ich gemeine Rempler der Gegner gekonnt abfangen. Trotzdem fahren sich einige Fahrzeuge etwas zu schwammig, dadurch war man mehr darauf konzentriert den Boliden auf der Strecke zu halten, als sich auf das Rennen zu fokussieren.

The Crew bietet etliche lizensiert Fahrzeuge, egal ob Edel-Karossen (Ferrari oder Lamborghini), Muscle-Cars (Shelby GT 500) oder europäische Wagen (BMW Z4), für jeden Geschmack ist etwas dabei. Zudem lassen sich die Fahrzeuge individualisieren und mit Tuning-Kits aufrüsten, dadurch erhält man ein unverwechselbares Auto. Allein in der Garage habe ich mit meinem Nissan 370 Z einige Zeit verbracht, um ihn an meine Bedürfnisse anzupassen. Dabei konnte ich aus hunderten Farbtönen und diversen Stickern, meine Lieblingsfarbkombination und Muster auswählen. Außerdem stand mir eine breite Masse an Felgen, egal ob original Herstellerfelgen oder von Drittanbietern, Karosserieteilen usw. zur Verfügung

Die Garage – Unendliche Möglichkeiten der Anpassungen

Es gibt fünf Fahrzeugklassen in The Crew, die man durch Entwicklungsstufen wie z.B. Street-Spec (Straße), Perf-Spec (Performance), Raid-Spec (Rallye), Dirt-Spec (Gelände) und Circuit-Spec (Strecke) in verschiedene Richtungen entwickeln kann. Während des Spiels sammeln wir Anbau- und Performance-Teile um unseren Wagen zu verbessern und im Level aufzusteigen – eben wie in einem Rollenspiel. Diese kann man direkt nach dem Rennen an sein Wagen montieren, vorausgesetzt ein bestimmtes Level wurde erreicht, oder aber zu seiner Werkstatt schicken.

Faction Map

Um die Langzeitmotivation hoch zu halten, hat sich Ubisoft die Faction Map einfallen lassen. Nach beenden der Kampagne von The Crew dürft ihr Euch der neuen Herausforderung stellen und in einer von fünf Crews gegen andere um Territorien kämpfen. Eine Übersichtskarte zeigt wie viel Prozent die jeweilige Crew in welchem Territorium besitzt. Dabei könnt ihr Euch entscheiden, ob ihr euer eigenes Territorium verteidigt oder versucht dem Gegner Land abzuknöpfen.

Faction Map – Die Territorien der Crews

Next-Gen?

Das The Crew in optischer und technischer Hinsicht der Konkurrenz hinterher fährt, war schon in den ersten Gameplay-Trailern zu sehen. Es ist schon ein wenig ernüchternd, wenn man bedenkt, dass das Spiel für Next-Gen Konsolen und den PC konzipiert wurde. Leider muss man bei so einer riesigen Open-World-Karte – komplett befahrbar ohne Ladezeiten – wie bei The Crew Abstriche in Sachen Grafik hinnehmen. Mich persönlich hat es nicht gestört und ich empfand es auch nicht als Spielspaß mindernd, denn beim Rennen hab ich weniger auf die Umgebung geschaut, sondern war im Tunnelblick und hab mich auf den Bremspunkt und die Kurve fokussiert.

Sieht nett aus, doch die Beleuchtung wirkt etwas unnatürlich. Das Haus rechts steht im Schatten, wird aber dennoch beleuchtet.

Die Spielwelte wirkte auf mich sehr lebendig, was für ein Rennspiel keine Selbstverständlichkeit ist. Krankenwagen rasten mit Blaulicht an mir zum Einsatz vorbei, in den Städten tummeln sich Fußgänger auf den Gehwegen, Leute sitzen im Cafe und trinken Kaffee und Bauarbeiter verrichten, mehr oder weniger im Detail dargestellt, ihre Arbeit. All das erweckt ein Gefühl von Leben in der sonst so ruhigen Landschaft.

Fazit

Das Rennspiel von Ubisoft und Entwickler Ivory Tower macht auf den ersten Blick eine Menge richtig und weiß zu überzeugen. Allein die riesige Open-World Karte der USA ist gewaltig und macht schon einiges her. Auf der Karte finden sich dutzend Missionen und Skill-Events, die bestimmt keine Langeweile aufkommen lassen werden. Besonders viel Spaß macht The Crew, wenn man zusammen mit Freunden gegen andere Crews gegeneinander spielt, auch die Faction Map ist für mich eine sinnvolle Erweiterung, die den Spieler eine längere Zeit am Lenkrad halten wird.

Allerdings ist The Crew optisch kein Highlight und kann nicht mit Forza Motorsport oder einem Driveclub mithalten, auch das Fahrgefühl könnte einiger Boliden besser sein. Dennoch ist das MMO-Rennspiel interessant und ich bin auf das fertige Spiel sehr gespannt.

Einschätzung – Gut

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